„Ehe ich mich aber mit dem Hier und Jetzt beschäftigen konnte, verloren sich meine Gedanken in den Ereignissen der beiden Tage zuvor. Die Finalität der Vergangenheit bürgte mehr Sicherheit als die Variabilität der Zukunft.“

Genau zwei Sätze benötigte Martin Czikowski, alias Ted Striker, um mich ein weiteres Mal in den Bann zu ziehen. Klingt pathetisch?! - Jap, in diesem Falle ist es aber völlig angebracht. Es gibt schließlich eine schier unendliche Menge an Groundhopping-Werken. Vom Schnipsel-Fanszine bis zum professionellen Buch. Aber nur wenige Schreiber verfügen dabei über eine so pointierte Schreibe und Auffassungsgabe wie Ted Striker. „Im Norden des Südens“ ist ein Heft, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Nach „Eine Reise dorthin wo der Osten schon wieder Westen ist“ führt der Verfasser den Leser dieses Mal in das nördliche Südamerika. Wortgewandt schildet er seine vielfältigen Erlebnisse während der Reise. Dazu gehören natürlich auch zahlreiche Fußballspiele. – Immer wieder schön sind dabei vor allem die kleinen Beobachtungen, die Czikowski macht. Durch seinen eher unkonventionellen Reisestil erhält er den entscheidenden Blick ins Detail seiner Gastländer. Präzise schildert er seine Erfahrungen. Nie überheblich, aber immer ehrlich. Martin Czikowski transportiert dieses spezielle Abenteuerfeeling – auf einem Niveau, das hierzulande seines Gleichen sucht. Vielmehr Nicolas Bouvier, als Groundhopping. – Auch das klingt übertrieben ist aber zutreffend.

„Im Norden des Südens“ lohnt sich absolut, wenngleich man die hohen Erwartungen im Vergleich zu der Eurasien-Tour leicht zurückschrauben sollte. Das lässt sich nicht mehr toppen. Leider ist der Preis mit 4,90 Euro für das vergleichsweise dünne Heft eher hoch ausgefallen. Dafür gibt es dieses Mal aber jede Menge hochwertiger Fotografien, die zusätzliche Perspektiven auf die besuchten Länder ermöglichen.

(Ya Basta!, Nr. 40, S. 91)


 

Nach "Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist", gönnte ich mir nun den zweiten Streich von Martin Czikowski alias Ted Striker.
Wer beim Lesen des zweiten Werks Parallelen zum Ersten sucht oder probiert Vergleiche anzustellen, wird enttäuscht werden. 
Wer sich aufgrund dessen vom Lesen abhalten lässt, wird auf jeden Fall etwas verpassen. 

Da die Messelatte durch "Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist" recht hoch war, bin ich schon mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Heft herangegangen.
Der Greifswalder beschreibt auf 96 Seiten seine Erlebnisse in Venezuela, Kolumbien, Guyana, Suriname und Barbados. Das Groundhopping kommt auf dieser Reise etwas kürzer, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt, da es durch die spannenden Reiseberichte nie langweilig wird und Groundhopping nach meinem Empfinden ja sowieso mehr als nur Stadien oder Spiele ist. Zusätzlich gibt es tolle Bilder zu den einzelnen Stationen der Tour.
Abgerundet werden die Erlebnisse, die wie von Ted Striker gewohnt in einem flüssigen und spannenden Schreibstil zusammengefasst sind, durch nette Randinfos oder Nebenanekdoten rund um die Südamerika-Erfahrungen. Besonders in Erinnerung ist hierbei der bewaffnete und fotogeile Fahrkartenkontrolleur in Kolumbien geblieben oder die schnulzig romantische Fahrt Richtung Suriname mit Cyndi Lauper an Bord. 

Dieses Heft sollte man unbedingt gelesen haben und empfiehlt sich nicht nur für Groundhopper oder Kuschel-Rock Fetischisten... ;-)

(OBERSCHLAUE HOPPER)


 

Schon wieder ein Heft über Südamerika? Ehrlich gesagt bin ich mit Informationen mehr als bedient, regelrecht übersättigt, was die Barras und Hinchas in den hiesigen Ländern angeht. Demzufolge habe ich wenig bis gar keine Lust in weiteren Berichten oder Heften mit Inhalten des oben genannten Kontinents zu schmökern. Der Autor, in Gestalt von TedStriker, sowie Länder wie Guyana oder Suriname lassen allerdings aufhorchen. Das Interesse ist fortan neu geweckt – habe ich TedTriker‘s „Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist“ förmlich aufgefressen. Wer ausschließlich Spielberichte erwartet liegt mit dem Heft falsch. Diese sind auf den 100 Seiten rar gesät und werden nur kurz abgehandelt. Hauptaugenmerk liegt auf den Reiseerlebnissen, die im brasilianischen Dschungel oder auf der guyanischen Landstraße in einer hervorragenden Art und Weise niedergeschrieben wurden. Falten mir sonst zu Südamerika zu 90% identische Spielberichte ein, hat man mit diesem Heft einen ziemlich geilen Kontrast! Meine anfängliche Lethargie wurde von einer absoluten Begeisterung abgelöst, sodass das Heft nahezu an einem Stück verschlungen wurde! Wer Bock auf Abenteuererzählungen hat macht für 4,90 € alles richtig! Bitte mehr solcher Werke, statt den üblichen „geile Gesänge zum Mitwippen“ Geschreibsel!

(Republikflucht, Nr. 3)


 

Martin Czikowski alias TedStriker führt uns, nach seinen Büchern „Anstoss in Baku“ und „Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist“, diesmal nach Südamerika und in die Karibik. Über die USA (Atlanta) führt die Reiseroute durch Venezuela, Kolumbien, Brasilien, Guyana, Surinam und Barbados.

Neben kurzen Berichten zu besuchten Fußballspielen, erfährt der Leser jede Menge über Land, Leute und die Gedankenwelt des Individualreisenden. Dank des sehr angenehmen Schreibstils wird dieser Reisebericht zu keiner Zeit langweilig. Stattdessen fühlt es sich an, als ob man dem Protagonisten von der Schulter aus die ganze Zeit begleitet. Für den visuellen Effekt sorgen die zahlreichen bunten und beeindruckenden Fotos.

Wir sind schon gespannt, wo es Martin Czikowski als nächstes hinzieht. (Jens)

(www.lahmannhuegel.de)


 

...Erst in den letzten Wochen verspürte ich wieder mehr Lust auf Reiseberichte aus aller Welt, sodass ich gleich zuschlug, als „Im Norden des Südens“ am Container erhältlich war. Für 4,90 Euro gibt es ein schön gestaltetes Heft auf wie immer wunderbar duftendem Hochglanzpapier. Der Autor, Martin Czikowski, hat auch schon „Reise dorthin, wo der Osten schon Westen ist“ geschrieben. Auf 96 Seiten erzählt er von seinen Erlebnissen auf einer Tour durch Venezuela, Kolumbien, Nord-Brasilien, Guyana, Surinam und Barbados. Wie man sieht, nicht unbedingt die typischen Fußballreiseziele in Südamerika. Und so verwundert es auch nur bedingt, dass das runde Leder nur eine Nebenrolle in seinen Berichten spielt. Klar schaut er sich ein paar Spiele an und berichtet darüber. Das ist auch durchaus interessant, aber viel mehr Raum nehmen die Beschreibungen der Tagesabläufe, der Landschaften, der Leute etc. ein. Das ist aber nicht negativ, so lernt man sehr viel über die verschiedenen Etappen seiner Reise. Ergänzt wird das Ganze durch unglaublich gute Fotos, die die Atmosphäre perfekt auffangen. So gibt es für „Im Norden des Südens“ eine klare Kaufempfehlung für all diejenigen, die Südamerika auch mal von einer anderen Seite kennen lernen wollen als den üblichen Hinchas und Barras.

(Kaosflyer, Saison 2013/14 SCV – VfL Wolfsburg II, S. 26)


 

Die erste große Veröffentlichung von Ted Striker war vor einigen Jahren „Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist“, ein absolut geniales Heft, welches zwischenzeitlich nochmal als Buch aufgelegt wurde. Darin erzählte Ted Striker über seine Reise von Greifswald nach China, alles über den Landweg. Dabei spielt der Fußball zwar eine Rolle, aber nur eine ziemlich kleine, hauptsächlich berichtet der Autor eben über die Reise und seine Erlebnisse und das ist gar nicht schlimm und ziemlich interessant. Als die Ankündigung eintrudelte, dass es mit „Im Norden des Südens“ weitere Geschichten gibt, war die Vorfreude recht groß. Im bekannten BFU-Format lag das Heft im Briefkasten und kann alleine schon wegen der vielen bunten und aussagekräftigen Bildern punkten. Die Schreibweise hebt sich außerdem meilenweit vom typischen Fanzineslang ab und ist zu dem ganzen Kram, den wir lesen, eine willkommene Abwechslung. Wieder steht fast ausschließlich die Reise durch die Länder im Fokus und so berichtet er von jeder Menge Erlebnisse und die gibt es zu genüge, wenn man durch den Norden von Südamerika (Kolumbien, Brasilien, Venezuela und Karibik) reist. Trotzdem kommt das Heft mit seinen Geschichten nicht an „Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist“ ran. Dazu fehlen einfach diese besonderen Highlights und vielleicht auch etwas der Umfang. Wir hatten an dem Heft trotzdem jede Menge Spaß und hoffen, dass die ein oder andere Geschichte in gedruckter Form noch folgt, auch wenn Ted Striker wohl immer mal wieder den Hopperwahnsinn zwischenzeitlich an den Nagel hängt. 

(Druckerpresse, Ausgabe 21, FC Augsburg – 1.FSV Mainz 05, S. 17, 18)


 

In „Im Norden des Südens“ nimmt uns Ted Striker wieder mit auf die Reise. Ziel: Südamerika. Unter den besuchten Ländern befinden sich nicht die vielleicht populären Reiseziele  Argentinien, Brasilien, Uruguay und Chile, sondern Venezuela, Kolumbien, Guyana, Suriname und Barbados.  Verpackt sind die Geschichten auf 100 vollfarbigen Seiten im, ja, wie heißt denn das neue BFU-Format? B5? Auf jeden Fall etwas größer als A5. Damit vielleicht auch der etwas hohe Preis von 4,90, pro Ausgabe.
 
Viel Fußball wird nicht geboten. Quotenhopper oder Ascheterroristen werden sicher nicht nur einmal mit den stehenden Nackenhaaren konfrontiert werden, denn Martin Czikowski stellt den Reisegenuss stets über den Besuch von Fußballspielen. So kann es auch mal vorkommen, dass ein Spiel nicht besucht wird, ein Länderpunkt in Gefahr ist, oder ein Alternativprogramm einfach interessanter ist. Komplett vernachlässigt wird das runde Leder aber nicht und so ist es dann auch auf Seite 29 soweit: Real Cartagena und Atletico Junior Barranquilla duellieren sich in der ersten kolumbianischen Liga. Weitere Spiele folgen, immer schön gesondert dargestellt in einem Infokasten. Wer also nur Bock auf Fußball hat, sollte sich den grauhinterlegten Textpassagen widmen.
 
Das würde ich aber nicht empfehlen, denn ihr würdet einiges verpassen: Eindrücke aus einer der gefährlichsten Städte der Welt (Nein, nicht Frankfurt, Caracas), Wanderungen in verlassenen Nationalparks, Erkundung des Dschungels und Grenzübertritte, die nicht dem von Deutschland nach Österreich zu vergleichen sind.  Aufgelockert wird das Geschriebene mit einer Masse an Bildern. Viele Fotos vermitteln einen schönen Eindruck von der Reise, einige hingegen wirken auch wie aus der Hüfte geschossen. Das Gesamtbild passt aber. Auch textlich bietet uns der Autor kein reines  Runterrattern von Wikipediaartikeln oder Reiseführern, sondern eine humorvolle Geschichte, gepaart mit viel Informationsgehalt.
  
„Im Norden des Südens“ kommt für mich persönlich nicht an „Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist“ heran, aber dennoch kann ich das Fanzine ohne Vorbehalt empfehlen. Etwas weniger Abenteuer und etwas weniger Fußball, als auf der Reise in den Osten, aber immer noch viel Lesespaß. Kaufen!
 
(http://rezensione.blogspot.de)